Seit der Eröffnung unseres Buchladens im Jahr 2012 machen wir Veranstaltungen rund um das Buch und anverwandten Künste und sind für unser Programm bereits mehrfach mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet worden, 2022 sogar als beste Buchhandlung Deutschlands.
Dabei nehmen wir generell Eintritt: die Künstler sollen bezahlt werden, dazu fallen oft natürlich Reise- und Unterbringungskosten an. Dafür schenken wir gerne Wein gegen eine Spende aus. Und sollte es bei Ihnen einmal nicht passen, dann sprechen Sie uns bitte an. Niemand soll auf Kultur verzichten müssen, weil das Geld nicht reicht.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
P.S.: Bestellen Sie gerne Plätze vor bzw. reservieren sich Karten um sicher zu gehen, dass Sie einen Platz bekommen. Wir behalten uns allerdings vor, diese bei Nichtabholung 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung in den Verkauf zu geben, falls alle anderen Plätze vergeben sind. Bitte haben Sie dafür Verständnis: es kommt nämlich leider immer wieder vor, dass Karten nicht genutzt werden und andere Gäste abgewiesen werden.
Karten per Mail bestellen unter: info@logbuchladen.de
Kaum ist je soviel über das Zeitalter des Kolonialismus und seine Auswirkungen bis heute, Rassismus und die richtige Wortwahl im Alltag diskutiert worden, wie in den letzten Jahren: zum Teil in unerfreulicher Schärfe und mit wenig Sachverstand. Auch der Comic kennt seit Ende des 19. Jahrhunderts schwarze Protagonisten. Auf der Seite der Kreativen wurden schwarze Comic-Zeichner*innen und -autor*innen aber erst seit den 1970er-Jahren peu à peu zur Selbstverständlichkeit. Ein Blick auf 120 Jahre schwarzer Comic-Figuren erweist sich als gleichermaßen erhellend wie überraschend und belegt, wie nötig gewissenhaftes Gucken und Analysieren ist, um nicht in doppelter Weise in die Fallen von Vorurteilen und Stereotypen zu tappen. Schreckliche Rassismen stehen neben verblüffend innovativen anders gedachten Ansätzen.
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Alexander Braun (1966), ist in Deutschland die Instanz zum Thema Comic. Nicht nur wegen seiner unzähligen Publikationen zum Thema und der verschiedensten Ausstellungen an diversen Locations – er ist auch der Einzige, der den Eisner-Award, den Oscar der US-Comic-Industrie, zweimal gewonnen hat.
An die Kinder aus Walle:Neben selber Lesen ist das Vorlesen für Kinder schon eine liebgewordene Sache für das Logbuch-Team. Und da unsere eigenen Kids dem Vorlese-alter längst entwachsen sind, müsst ihr, liebe Zuhörer*innen aus dem Stadtteil herhalten, wenn Sabine, Sibille & Axel in den Ferien aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.Ihr kommt doch, oder?
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Für Kinder ab 8 Jahren – Tiere und Eltern müssen wie immer draußen bleiben. Es dauert ungefähr 45 Minuten, genug Zeit für die Großen, einen Kaffee trinken zu gehen. Der Eintritt ist frei – nur in den Herbstferien wird wie immer (wenn möglich) mit Kastanien bezahlt ;-)
Silent Reading ist ein amerikanisches Leseformat, das auch schon in einigen Orten in Europa große Erfolge feiert. Darum geht es: Lesen ist im Allgemeinen etwas, das man im Stillen und allein, bestenfalls zuhause oder woanders, vielleicht zur Überbrückung von Wartezeit macht. So oder so: eine einsame Angelegenheit.Bei einer Silent Reading Party treffen sich Menschen an einem Ort, bringen ihr Buch mit (!), bestellen ein Getränk, schalten ihr Handy aus und lesen … in der Gemeinschaft.
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Wir bieten dafür wieder Raum in unserer Buchhandlung an, denn es liest sich gut in der Umgebung von Büchern. Konkret bedeutet das aber auch, das man sich das eigene Buch mitbringt – egal ob neu, alt, bei uns oder wo anders gekauft. Und das es keine Möglichkeit zum Erwerb eines Buches innerhalb der Lesezeit gibt und auch keine Bücher aus dem Bestand unserer Buchhandlung gelesen werden, nicht gestöbert wird und – das Wichtigste – das nicht gesprochen wird!Warum dann also? Lesen als Gruppenerlebnis – wie ein gemeinsamer Kino-, Theater- oder Ausstellungsbesuch. Dazu eine gute Gelegenheit mit einem neuen Buch anzufangen. Sich Zeit zu nehmen. Nicht von Handy, Social Media, Streamingdiensten, anderen Menschen aus der Familie oder Wohnung abgelenkt werden.
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Einfach in Ruhe Lesen. In und (bei schönem Wetter) vor dem Laden.
Spätsommer 1940: Grethe ist noch keine 18 Jahre alt, als sie wenige Monate nach dem deutschen Überfall auf Dänemark, in Frederikshavn Kurt trifft. Aber Kurt ist nicht als Freund gekommen – er ist Soldat der deutschen Kriegsmarine und der Besatzungstruppen. Aus einem Abenteuer werden große Gefühle, obwohl so gut wie alles gegen ihre Liebe spricht. … Manfred Ertel erzählt die wahre Geschichte von Grethe, die über alle Kriegswirren hinweg um ihre Liebe kämpft – gegen Widerstände und Rache im eigenen Land, gegen die Willkür der Nazis, und schließlich in Schweden gegen Kurts Auslieferung an die Russen. Die junge Dänin verliert dabei fast alles, aber nicht ihre Liebe. Sie schreibt am Ende buchstäblich Geschichte. Und findet ihr spätes Glück im Bremer Stadtteil Walle.
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Manfred Ertel war fast 40 Jahre lang politischer Korrespondent und investigativer Reporter beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Er deckte zahlreiche Affären auf, unter anderem die „Waterkantgate-Affäre“ um den Kieler Ministerpräsidenten Uwe Barschel. Seit seinem Ruhestand schreibt er Bücher, besonders gern Krimis, aber nicht nur. Mit „Grethe“ erzählt er zugleich die bislang unerzählte Geschichte der deutschen Besatzung in Dänemark. (Foto: Dagmar Gehm)
Der ehemalige Bremer Kommissar Thomas Nettelbeck versucht, als Privatdetektiv Fuß zu fassen. Sein erster Fall führt ihn auf die Insel Langeoog, wo die legendäre Sängerin Lale Andersen seit Kurzem anonyme Drohbriefe erhält. Zunächst scheint es keine Hinweise zu geben, dass Lale tatsächlich in Gefahr schwebt. Doch dann verschwindet Lales Hündin – und Nettelbeck erkennt, dass hier viel mehr auf dem Spiel steht. Bald vermutet er den Schlüssel zur Lösung in der Vergangenheit der Sängerin – und bei ihrem berühmten Lied „Lili Marleen“. Denn auf dem Lied liegt ein Schatten, der von der NS-Zeit bis in die Gegenwart reicht.
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Ronald Fricke, in Bremen geboren und aufgewachsen, Studium der Germanistik und Philosophie in Berlin, nach zwanzig Jahren Rückkehr nach Bremen, lebt nun im Künstlerdorf Worpswede. 2008 erhielt er das Bremer Literatur-Stipendium, 2023 belegte er den 1. Preis des Bremer Literaturwettbewerbs. Der Autor war bereits mit dem Vorgängerroman „Der Tote im Borgward“ im Logbuch. (Foto: © Ronald Fricke)
Am Gratis Comic Tag werden ausgewählte und extra für den Tag gedruckte Comics gratis verteilt. Kommt gerne und sucht euch drei pro Person aus.
Ausserdem steht an dem Tag auch sonst vieles im Zeichen von Comic und Graphic Novel im Logbuch.
Obwohl sie in ihrer Kindheit sexuellen Übergriffen und emotionaler Vernachlässigung ausgesetzt war, glaubt die Bremer Autorin Jutta Reichelt jahrzehntelang, das halbwegs normale Kind halbwegs normaler Eltern zu sein. Erst spät wird ihr klar, dass dem nicht so ist.Klug und zugleich tief berührend verwebt sie in diesem essayistischen Text das konkrete Material ihres eigenen Lebens mit den grundlegenden Themen und Fragen, die es aufwirft. Ein hochspannender, schön zu lesender Text, der vorführt, wie wichtig es ist, Auskunft über sich geben zu können. Ein ganz anderer Essay über Traumata und MeToo, über das Schreiben und Erzählen, der inspiriert und ermutigt, über die eigene Lebensgeschichte nachzudenken.
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Jutta Reichelt, 1967 geboren und aufgewachsen in Bonn, lebt und arbeitet seit 1989 in Bremen. (Foto: Dorothea Salzmann-Schimkus)
5. Ulysses-Lesung im Logbuch: Der Bremer Übersetzer und Regisseur Rainer Iwersen liest aus aus dem irischen Jahrhundertroman, der trotz seines epischen Umfangs an einem einzigen Tag spielt, dem 16.06.1904.
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James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Nach dem Studium moderner Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch, ging er 1902 nach Paris und wandte sich dort dem Schreiben zu. Mit seiner späteren Ehefrau Nora Barnacle lebte er ab 1904 hauptsächlich in Triest. Er schrieb Kurzgeschichten und seinen ersten Roman „Porträt des Künstlers als junger Mann“. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung Dubliners, 1922 sein bekanntestes Werk Ulysses ...
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Rainer Iwersen geboren 1945; kurzes Studium (Literatur, Philosophie); Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hamburg; verschiedene Engagements als Schauspieler und Regisseur; 1984 Mitbegründer der bremer shakespeare company; seither auch Übersetzer, speziell von Shakespeare-Dramen (bei S. Fischer Theaterverlag), sowie einige Sonette; seit 1995 als Gast für die bsc tätig; Arbeit als Übersetzer, freier Regisseur und Rezitator/Sprecher. (Foto: © Axel Stiehler)
„Wie Jonah und der Wal“, sagte er. „Er muss auchriesige Angst gehabt haben.“ „Davor, verdaut zu werden?“ Jonah zögerte nicht eine Sekunde. „Nein. Davor, dass er wieder aus dem Wal in die Welt hinaus muss.“Jonah wächst in Bad Zwischenahn als transgeschlechtlicher Junge auf. Dabei kommt es mitdem Vater, den Klassenkamerad:innen und sich selbst zu so einigen Problemen. Aber Freunde wie L und Malik machen vieles - wenn auch nicht alles – besser. Vielleicht gibt es für Jonah noch die Möglichkeit, sich wieder mit seinem älteren Bruder Markus anzufreunden. Immerhin haben sie die Liebe zum Fußball gemeinsam ...„Jonah ist ein Junge“ illustriert Ausschnitte der Höhen und Tiefen des Lebens als trans Person und verfolgt Jonah beim Wachsen an seinen besonderen Herausforderungen.
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Mikah Rose, (er/ihm) wurde 1997 im niedersächsischen Wendland geboren und ist ein autistischer, transgeschlechtlicher Autor. Er hat einen Master of Arts und einen Master of Education in Oldenburg absolviert. Schreiben ist für ihn die liebste Art mit der Welt zu kommunizieren. (Foto: privat)